Was ist ein Mehrfamilienhaus?

Ein Mehrfamilienhaus ist ein Haus, in dem mehrere Familien wohnen. Jede Familie hat ihre eigene Wohnung mit Küche, Bad und Zimmern. Ein Mehrfamilienhaus hat mindestens drei Wohnungen/Wohneinheiten, sonst ist es ein Einfamilienhaus oder ein Zweifamilienhaus. Ein Mehrfamilienhaus kann groß oder klein sein, je nachdem, wie viel Platz es gibt. Manche Mehrfamilienhäuser sind sehr hoch und haben viele Stockwerke. Andere Mehrfamilienhäuser sind breit und haben nur wenige Stockwerke. In einem Mehrfamilienhaus können die Bewohner die Wohnungen selbst besitzen oder mieten. In einem Mietshaus hingegen können die Bewohner die Wohnungen nur mieten und nicht besitzen.

 

Wer baut in Deutschland Mehrfamilienhäuser?

Mehrfamilienhäuser werden in Deutschland von Bauherren gebaut. Denn ein Bauherr ist jemand, der ein Haus bauen lässt, egal ob er es selbst nutzt oder vermietet. Er hat viele Pflichten und Verantwortungen, z. B. muss er die Baugenehmigung einholen, die Bauarbeiten überwachen, die Sicherheit auf der Baustelle gewährleisten und die Kosten tragen.


Wer sind die Bauherrn von Mehrfamilienhäusern:

Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigt, dass in Deutschland vor allem private Bauherren Mehrfamilienhäuser bauen. Etwa 51 % der neu gebauten Mehrfamilienhäuser wurden von Privatpersonen errichtet, die diese Wohnungen entweder selbst nutzen oder vermieten möchten. Weitere 14 % der Mehrfamilienhäuser wurden von privaten Wohnungsunternehmen gebaut. Die übrigen 35 % entfallen auf verschiedene Bauherren, darunter kommunale Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und kirchliche Wohnungsbaugesellschaften. Das bedeutet, dass es ganz normal ist, als Privatperson ein Mehrfamilienhaus zu bauen oder zu besitzen.

So lässt sich ein Mehrfamilienhaus zu bauen

Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  1. Als Bauherr selbst bauen: Hier übernehmen Sie die gesamte Verantwortung – von der Planung bis zur Ausführung. Sie können Aufgaben wie die Planung an einen Architekten abgeben, entscheiden aber letztendlich selbst über alles. Das kann Zeit sparen und Geld kosten, je nachdem, wie viel Sie selbst machen.

  2. Mit einem Bauträger bauen: In diesem Fall kaufen Sie das Haus quasi fertig. Sie haben wenig Mitsprache beim Bau und sind eher Käufer als Bauherr. Der Vorteil ist, dass der Bauträger sich um alles kümmert und Sie weniger Stress haben.

  3. Mit einem Architekten bauen: Als Bauherr arbeiten Sie eng mit einem Architekten zusammen, der viele Aufgaben für Sie übernimmt. Sie behalten die Kontrolle und Entscheidungsmacht, während der Architekt als Ihr Berater und Planer fungiert.

  4. Mit einem Generalunternehmer bauen: Sie bleiben Bauherr, aber der Generalunternehmer kümmert sich um die Ausführung des Baus. Er ist für die Koordination der Handwerker zuständig und trägt die Verantwortung für die Bauausführung.

Was wird benötigt, um ein Mehrfamilienhaus zu bauen?

Grundstück: Für den Bau eines Mehrfamilienhauses ist ein passendes Grundstück unerlässlich. Es muss nicht nur groß genug sein, sondern auch an der richtigen Stelle liegen. Wichtig ist, dass es laut dem Bebauungsplan der Gemeinde für solch ein Vorhaben geeignet ist. Dieser Plan gibt genau vor, was auf dem Grundstück gebaut werden darf. Der Bebauungsplan, kurz: B-Plan lässt sich beim Amt einsehen.

 

Bauplan: Ein Fachmann, wie ein Architekt oder Bauingenieur, muss dann einen genauen Plan für das Haus erstellen. Dieser Bauplan zeigt, wie das Haus aussehen soll, wie viele Wohnungen es gibt und wie diese aufgeteilt sind. Dabei muss der Plan alle Regeln beachten, die vor Ort gelten. Dazu gehören nicht nur die Bauvorschriften der Gemeinde, sondern auch die Landesbauordnung, das Nachbarschaftsrecht und besondere Regeln für Schutzgebiete.

 

Baugenehmigung: Bevor man mit dem Bau beginnen kann, braucht man eine Baugenehmigung. Diese Genehmigung bekommt man von der Gemeinde, nachdem sie alle Pläne und Unterlagen geprüft hat. Sie bestätigt, dass das geplante Haus den ganzen Regeln entspricht und gebaut werden darf.